GS Fotowalk „ Campus Uni Kassel“

Mittwoch 27.05.2020 18:30

Freundliche Ellbogenchecks ersetzten am Mittwochabend das ansonsten übliche Begrüßungsritual. Mit den versammelten 11 Mitglieder hatte sich fast die Hälfte des Clubs eingefunden, jedoch nicht um den Torjubel der Fußballer zu Coronazeiten zu üben, sondern um gemeinsam ihrer Leidenschaft zu frönen: auf Jagd zu gehen, genauer gesagt auf Fotojagd.

Das „Revier“, Uni Kassel, bietet neben reizvollen Soloarchitekturen eine sehr spezielle Kombination. Die im deutschen Vergleich recht junge Universität hat ihren Ursprungsstandort an einem traditionellen Industriestandort, dem ehemaligen Henschelgelände. Durch den sukzessiven Auf- und Ausbau in den Ruinen, die der 2. Weltkrieg hinterlassen hat, ist eine Architektur entstanden, die spannender nicht sein könnte: klassischer Backsteinbau aus dem 19. Jahrhundert trifft auf kalte Stahl-Glas-Konstruktionen, Graffiti kontrastiert klassische Skulpturen, ein Holocaust Mahnmal erinnert an Kassel als Verladebahnhof für Juden während des 3. Reiches.

Und zu dieser, mithin schon spannenden Gestaltung, kommt noch eine dritte Komponente: Insbesondere bei den Gebäuden, die sowohl aus alten Backsteingemäuern, als auch aus Stahl und Beton bestehen, sind Pflanzen implementiert. Wie hängende Gärten drängen sie sich zwischen die Mauern der Jahrzehnte. Fast erscheint es, als seien sie dabei, das von Menschenhand geschaffene zu überwuchern und uns zu sagen: „nature wins“.

Dies mag genügen, um eine kleine Intro für die Betrachtung der nachstehenden Bilder zu sein.

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